Lühnde setzt ein starkes Zeichen für Klimaanpassung, nachhaltige Ortsentwicklung und den Schutz wertvoller Grünflächen: Auf Antrag der Grünen im Ortsrat wurde bereits 2023 die naturnahe Entwässerung des neuen Daches der Grundschule und des Hortes Lühnde beschlossen.
Statt Niederschlagswasser schnellstmöglich in die Kanalisation abzuleiten, setzt das Projekt auf dezentrale Versickerung über Mulden und ein naturnahes Versickerungsbecken direkt auf dem Schulgelände.
„Ziel ist es, Regenwasser vor Ort zu halten, den natürlichen Wasserhaushalt zu stärken und gleichzeitig das bestehende Grün nachhaltig zu sichern“, erklärt Co-Sprecher der Grünen Matthias Brinkmann den Kandidatinnen und Kandidaten der Kommunalwahl bei einem Spaziergang über das Gelände. „Und jetzt, drei Jahre später, sehen wir: es funktioniert.“
Gerade in Zeiten zunehmender Trockenperioden profitieren die vorhandenen Bäume von einer verbesserten Wasserversorgung. Das Regenwasser versickert nicht ungenutzt, sondern steht dem Boden und damit den Pflanzen langfristig zur Verfügung. So wird das Schulumfeld ökologisch aufgewertet, das Mikroklima verbessert und die Aufenthaltsqualität für Kinder, Lehrkräfte und Betreuungspersonal gesteigert.
„Wir müssen die Klimapassung bei all unseren Projekten mitdenken. Das ist ein tolles Projekt, das Vorbild für zukünftige Baumaßnahmen in unserer Gemeinde ist“, freut sich Bürgermeisterin-Kandidatin Mareike Förster über das gelungene Projekt.
Mit dieser Maßnahme reagiert Lühnde aktiv auf die Herausforderungen des Klimawandels. Starkregenereignisse und lange Trockenphasen nehmen zu – naturnahe Wasserrückhaltung ist deshalb ein zentraler Baustein moderner kommunaler Klimaanpassung. Die beschlossene Lösung verbindet Hochwasserschutz, Grundwasserneubildung und Grünflächenerhalt in vorbildlicher Weise.
Der Ortsrat hat hier einen wichtigen Impuls gesetzt, wie kommunale Infrastrukturprojekte ökologisch sinnvoll und zukunftsorientiert gestaltet werden können. Der einstimmige Beschluss damals zeigt, dass nachhaltige Lösungen vor Ort breite Unterstützung finden.
Mit der Umgestaltung entsteht nicht nur eine funktionale Entwässerungslösung, sondern ein Beitrag zu einer resilienten, grüneren und lebenswerteren Schule in Lühnde. Das Projekt verbindet Bildungseinrichtung, Umwelt- und Klimaschutz beispielhaft miteinander – ein Modell für nachhaltige Kommunalpolitik.