Grüne luden Engagierte zum Workshop nach Barnten
Ehrenamtliches Engagement stärkt die Gemeinschaft in unseren Städten und Dörfern. Doch oft ist die Arbeit schwierig. Manchen Engagierten werden Steine in den Weg gelegt. Deshalb stellt sich die Frage: Was können die unterschiedlichen politischen Ebenen tun, um das Ehrenamt in seiner wichtigen Arbeit zu unterstützen?
Mit kurzen Impulsen stellten der Landratskandidat Matthias Brinkmann und der Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte, Markus Kissling, ihre Sicht auf das Ehrenamt vor. Brinkmann berichtete von seinen vielen persönlichen Erfahrungen. Kissling ordnete die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft aus professioneller Sicht ein.
In den Workshops wurden einzelnes Aspekte des Ehrenamts beleuchtet - tolle Erfahrung.Anschließend diskutierten rund 30 Gäste aus verschiedenen Bereichen des Ehrenamts in Workshops weiter. Sie kamen aus Sportvereinen, Kultur, Naturschutz sowie aus sozialen und politischen Vereinen. Gemeinsam tauschten sie sich darüber aus, welche Rahmenbedingungen wichtig sind. Außerdem ging es darum, wie das Ehrenamt attraktiver werden kann, wie man sich besser vernetzt und was das Ehrenamt für unsere Demokratie bedeutet.
„Wir müssen in unseren Kommunen eine viel stärkere Vernetzung von Ehrenamt und Politik sowie Verwaltung hinbekommen. Wir arbeiten alle gemeinsam an den guten Lebensbedingungen vor Ort. Deshalb ist es wichtig, sich gegenseitig zu stärken“, resümierte Brinkmann am Ende der Veranstaltung. „Das gilt für alle Ebenen: Gemeinden, Landkreis, Bund und Land.“
Nach gut zwei Stunden intensiven Austauschs blieben die meisten Teilnehmenden bei Getränken und Snacks, um sich weiter zu vernetzen.
„Wir haben hier ein offenbar erfolgreiches Format des Dialogs angeboten. konnten wir Erfahrungen sammeln und mitnehmen. Wir Grüne werden das auf jeden Fall in unsere politische Arbeit mit einbeziehen. Das ist ein guter Auftakt für den wichtigen Dialog zwischen Politik und Gesellschaft“, freut sich die Co-Sprecherin Dahla Opitz vom Ortsverband Nordstemmen.
Der Ortsverband Nordstemmen von Bündnis 90/Die Grünen hatte gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Swantje Schendel und dem Landratskandidaten Matthias Brinkmann zu diesem besonderen Format am 15. Juni eingeladen.
Anschließend wurden in der Podiumsdiskussion die Themen diskutiert.Weitere Schlaglichter aus der Veranstaltung:
1) Ein weiteres riesiges Potential wird bei den Babyboomern gesehen, die nun peu a peu in Rente gehen. Auf beiden Seiten: dem Ehrenamt und den Rentner*innen ergibt sich hier eine Win-Win-Situation, die unbedingt genutzt werden sollte. In Nordstemmen wird beispielsweise gerade darüber diskutiert, inwieweit Senior*innen als Lotsen für sicherere Schulwege eingesetzt werden könnten.
2) Diskutiert wurde auch, dass Vereine eine wichtige Rolle in der Ganztagsbetreuung einnehmen sollten und können. Auf diese Weise erhoffen sich die Teilnehmenden Jugendliche stärker ins Ehrenamt einbinden zu können. Schule wird dann zur „Keimzelle“ für Ehrenamt. Kritisch angemerkt wurde, dass es gute Rahmenbedingungen braucht für eine Einbindung von Ehrenamt in den Ganztagsbetrieb, inkl. Freistellung und Vergütung. Die Landtagsabgeordnete Swantje Schendel versicherte, dass sich die Grünen auf Landesebene dafür bereits stark machen. Das Thema wird sicherlich weiter vertieft werden beim bildungspolitischen Abendessen mit Pascal Mennen, MdL und Swantje Schendel, MdL, zu dem der grüne Ortsverband Nordstemmen am 19.08. um 19.00 Uhr einlädt (Ort wird noch bekanntgegeben).
Matthias begrüßt die Gäste: Sarah vom Dorfladen Lühnde
Swantje Schendel (MdL, rechts) ist sehr interessiert dabei.
In kleinen Workshops wurden die Bedingungen für das Ehrenamt diskutiert
Dahla und Maria von den Nordstemmer Grünen moderieren souverän durch die Veranstaltung
Ankommen im Gemeinschaftshaus Barnten: Simone vom TUS Lühnde von 1911 eV
Danke für die Knabbereien....und die mega Deko.