Mein Ziel ist klar: Wir machen Wohnraum bezahlbar, nutzbar und gerecht zugänglich. Dafür braucht es einen Landkreis, der nicht zuschaut, sondern handelt.
Viele Menschen suchen bezahlbaren Wohnraum und finden keinen. Das trifft besonders Alleinerziehende, Menschen mit geringem Einkommen, Wohnungslose, ältere Menschen oder Familien mit Migrationsgeschichte. Gleichzeitig stehen Wohnungen leer, Höfe verfallen und Häuser werden nicht so genutzt, wie es möglich wäre. Das passt nicht zusammen.
Die Gründe sind vielfältig: Sanierungen lohnen sich oft nicht, Eigentümerinnen und Eigentümern fehlt das Geld oder sie fürchten Konflikte bei der Vermietung. Manchmal ist die Lage schwierig, manchmal fehlt Infrastruktur. Am Ende können sich Vermieterinnen und Vermieter ihre Mieter aussuchen — und viele Menschen fallen hinten runter.
Genau hier müssen Landkreis, Städte und Gemeinden stärker mitspielen. Solange die öffentliche Hand kaum eigenen Einfluss auf Wohnungen hat, kann sie Mieten und Zugang nur begrenzt gestalten. Deshalb brauchen wir starke Kommunen am Wohnungsmarkt.
Kommunale Wohnungsbaugesellschaften wie die kwg müssen dabei eine zentrale Rolle übernehmen: Sie können Bestandsimmobilien ankaufen, sozialen Wohnungsbau stärken, Kommunen beim Erwerb und bei der Vermietung unterstützen und alte Resthöfe in den Dörfern wieder nutzbar machen. Das schafft Wohnraum, schützt Böden und stärkt unsere Ortskerne.
Aber Wohnraum muss nicht nur bezahlbar sein. Er muss auch zum Leben passen. Wer älter wird, braucht vielleicht weniger Fläche, weniger Garten, mehr Barrierefreiheit oder eine Wohnung näher am Alltag. Dafür reicht eine ehrenamtliche Umbauberatung nicht aus.
Ich will eine Wohnraumagentur, die Menschen begleitet: beim Wechsel in eine passende Wohnung, beim Teilen großer Häuser, bei gemeinschaftlichen Wohnprojekten und bei neuen Lösungen im Alter. So entsteht mehr Zufriedenheit — und vorhandener Wohnraum wird besser genutzt.